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Hier wollen wir euch in unregelmäßigen Abständen ein paar Bands ans Herz legen, die zwar eigentlich nichts mit die ärzte zu tun haben, die aber dem ein oder anderen dennoch gefallen könnten. Und als Bonbon für alle DÄOF-Mitglieder gibt es hin und wieder auch etwas zu gewinnen!

Montreal / Mofa

 

Es geht doch nichts über ein gutes altes Double-Feature. Zum ersten Mal möchten wir euch in dieser Rubrik zwei Bands gleichzeitig ans Herz legen. Es handelt sich um Montreal und Mofa aus Hamburg, die vieles gemein haben. So sind sie Labelkollegen bei Hamburg Rec., touren derzeit erfolgreich gemeinsam durch die deutschen Lande und beginnen beide auch noch mit „Mo“.

 

Montreal sollten einigen von euch sicher schon bekannt sein. Die Herren Yonas, Hirsch und Starschlagzeuger Max Power haben im letzten Jahr mit ihrem selbstbetitelten Album bereits ihren dritten Longplayer auf Hamburg Rec. veröffentlicht. Unzählige Auftritte durch vielerlei Länder und vor Größen wie Samiam oder der Bloodhound Gang liegen bereits hinter den Dreien und wer die Band bereits erlebt hat, weiss, dass sie extrem viel Spaß machen. Ihre Mischung aus Powerpop mit deutschen Texten zieht nicht umsonst so viele Vergleiche mit die ärzte nach sich. Phrasen wie „Hast du keinen Nietengürtel, bist du nichts in deinem Viertel“ findet man dann auch nicht selten auf einschlägigen Wänden und Toilettentüren. Die Schar ihrer Anhänger wächst mehr und mehr und dabei verfolgen sie ganz klar den DIY-Gedanken. Das aktuelle Album „Montreal“ reiht sich in diese Tradition ein und dokumentiert auf hervorragende Art und Weise den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der Band.

 

 

www.montrealmusic.de

 

Ganz großes Tennis erwartet euch auch bei Mofa. In ihren Becker-esken Outfits machen sie nicht nur optisch eine gute Figur, auch ihr Debütalbum „Punk Rock Fuck Off“ ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Mofa sind Oile Lachpansen, Kiba Kalkei, Der Gilb und Das Phantom und sie gibt es in der Formation erst seit 2008 und wir würden sie mal als die etwas andere Punkband charakterisieren. Songs wie „Tiger“ oder „Keiner von den Guten“ sind gespickt mit gutem Wortwitz und treffenden Sätzen und bieten reichlich Zitatschätze. Die Musik läuft dabei wie ein gut geölter Punkrock-Ottomotor mit ordentlich Druck auf den Zylindern. Bereits ihre erste EP brachte und bringt der Band Airplay und Rotation in den Medien und wir können Sie eurer privaten Rotation nur wärmstens ans Herz legen.Man darf sicher sein, dass wir von Mofa noch viel Gutes hören werden.

 


www.mofamusic.de

Montreal und Mofa auf Tour

13.03.2010 Düsseldorf HDJ
03.04.2010 Rüsselheim Rind
04.04.2010 Aachen Jakobshof
14.04.2010 Osnabrück Terassenfest

24.04.2010 Hammelburg Wasserhaus

14.05.2010 Ahlen Schuhfabrik
15.05.2010 Immenhausen Akku

23./24.07.2010 Viersen Eier mit Speck
04.09.2010 Bonn Green Juice Festival

Wayne Jackson

Wayne Jackson - Undercover Psycho

 

Kennt ihr den noch? Wayne Jackson zog es im vergangenen Herbst ausnahmsweise nicht als Gitarrist auf Bela B y Los Helmstedt - Tour, sondern ins Studio. "Undercover Psycho" heißt das Ergebnis, sein nun schon zweites Album, das pünktlich zum ausklingenden Winter einen unverfälschteren Mr. Jackson verspricht.

Wer den Film "Die Tür" mit Mads Mikkelsen gesehen hat oder mit Leidenschaft GZSZ schaut, mag es schon mitbekommen haben - Wayne war außerordentlich fleißig in den letzten Monaten. "Hallelujah" hieß die im November veröffentlichte Single, im Kopf blieb sie hängen als idealer Soundtrack für den Psychothriller "Die Tür" - eindringlich und nachdenklich, erkennbar im britischen Indiepoprock verwurzelt, aber doch irgendwie anders. Wayne Jackson eben.

"Undercover Psycho" hält, was "Hallelujah" verspricht und mehr. In Rock verpackte Nachdenklichkeit, Wut, Melancholie und, ja, vielleicht doch ein kleines bisschen Optimismus gibt es da zu hören, all das zusammengehalten von Waynes Stimme, die nicht nur den Damen der Schöpfung astreine Gänsehautmomente bescheren sollte. Natürlich ist auch Lula nicht fern und tritt in "Your Stars Never Shine" einmal mehr als bezaubernde Duett-Partnerin in Erscheinung.

Eindringlich ist es geworden, das Album. Reime werten jeden Song auf, so wusste Wayne neulich bei TV Noir zu berichten, und liefert auf "Undercover Psycho" doch deutlich mehr als platte Verse und schnulzige Texte; da kommt der immer nachdenkliche Absolvent in englischer Literatur zum Vorschein. Fest steht Eines: Fans des ersten Albums "The Long Goodbye" kommen voll und ganz auf ihre Kosten, alle Anderen sollten "Undercover Psycho" mit seinen nachdenklicheren Texten und seinem kantigeren, weniger hochglanzpoliertem Sound eine Chance geben.

Das Erscheinungsdatum von "Undercover Psycho" ist am 12. Februar - digital per Itunes und Amazon oder klassisch als CD.
"The birds are leaving now, and some day I'll be leaving, too" singt Wayne in "Nowhere to Run". Hoffentlich nicht, bevor er sich mit "Undercover Psycho" endlich einen verdienten festen Platz in der Musikszene gesichert hat.

 

Eine Tour gibt es natürlich auch, und wir legen sie euch wärmstens ans Herz. Obendrein haben wir jeweils zwei Gästelistenplätze verlost, die Gewinner wurden von uns per Email benachrichtigt. Und sollte es nicht geklappt haben mit dem Gewinn, ist die Abendkasse sicher einen Besuch wert. :)
Hier die Tourdaten:

16.2. Oberhausen – Zentrum Altenberg
17.2. Köln – Studio 672
18.2. Frankfurt – Nachtleben
19.2. Halle – Objekt 5
20.2. Osnabrück – Glanz und Gloria
24.2. Stuttgart – Universum
25.2. München – 59to1
26.2. Erfurt – Unikum
27.2. Berlin – Magnet
28.2. Hamburg – Übel & Gefährlich / Turmzimmer

Virginia Jetzt!

Virginia Jetzt!

Okay, das Fachsimpeln über den auf den ersten Blick merkwürdigen Bandnamen sparen wir uns jetzt mal. Virginia Jetzt! haben wieder ein neues Album vorgelegt mit dem die vier Brandenburger uns "Blühende Landschaften" versprechen.

Auch auf ihrem mittlerweilen vierten Album bleiben Virginia Jetzt! ihrem Stil treu und präsentieren uns lupenreine Indie-Popsongs - für die einen wohl kitschig, für die anderen einfach nur schön. Songschreiber und Klaviermeister Thomas Dörschel hat dabei immer noch ein Händchen für tolle Melodien, die hörbar von Songwritern wie Ben Folds oder Randy Newman beeinflusst sind, denen Sänger Nino Skrotzki aber mit seiner unverwechselbaren Stimme jenen ganz bestimmten Zauber verleiht, der sie zu typischen Virginia Jetzt!-Songs macht.

Natürlich setzt sich das Publikum bei Virginia Jetzt! größtenteils aus Mädchen zusammen, doch wer die Band mal live gesehen hat, der weiss, dass sie auch sehr gut härtere Töne vom Stapel lassen können. Ihr seid herzlich dazu eingeladen euch davon zu überzeugen.

Virginia Jetzt! - Dieses Ende wird ein Anfang sein (Regie: Benjamin Quabeck)



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